Das Boot

das boot

Das ursprüngliche Bootsdesign stammt von Phil Morrison. Das Boot ist 7,60 Meter lang und in zahlreichen Variationen aus Holz oder GFK auf den Ozeanen unterwegs. Es verfügt über zwei winzige, wasserdicht verschliessbare Kabinen für Equipment, Nahrung und unsere zwei Wenigkeiten. Die Geschwindigkeit eines Ozean-Ruderbootes dieser Klasse liegt in ruhiger See bei etwa 2kn, also weniger etwa 3,5 km pro Stunde. Das Boot ist selbstaufrichtend gebaut, was im Falle einer Kenterung ein vollständiges Durchkentern um 360° gewährleistet. Dazu befinden sich 2 Ballasttanks und 2 Bleiplatten im Kiel. Die Tanks werden mit Getränken aufgefüllt. Diese werden wir während der Überfahrt konsumieren und den dann fehlenden Ballast mit Salzwasser ersetzen. Das Boot verfügt zudem über zwei Solarpanele auf der Kabine, die genügend Strom für die Entsalzungsanlage, das Kommunikationsequipment, den aktiven Radar-Reflektor, das AIS und den GPS-Tracker liefern.

Elektrisches System

elektrik

Ein hochseetaugliches Ruderboot braucht eine konstante elektrische Quelle für die technischen Geräte an Bord. Der größte Konsument ist die elektrische Wasserentsalzungsanlage. Strom gewinnen wir über zwei Solarpanele.



Solar Panele:

Auf Ruderboten werden am häufigsten Solar Panele zur Energiegewinnung benutzt. Selten Windräder oder Generatoren. Die Panele sind wartungsarm, langlebig und mittlerweile erschwinglich.



Batterien:

Notwendigerweise muss die erzeugte Energie für den späteren Gebrauch gebunkert werden. Dafür gibt es sogenannte Marine-Batterien. Diese wartungsfreien Gel-Batterien arbeiten nach dem selben Prinzip wie eine Auto-Batterie. Eine Tiefentladung bekommt einer Batterie gar nicht. Um diese zu vermeiden muss die Kapazität der Batterien so gewählt werden, dass sie den vierfachen täglichen Bedarf speichern kann. So die Sonne scheint werden die Batterien täglich voll geladen.

Sicherheit an Bord

sicherheit

Um die Möglichkeiten eines Schiffbruchs zu minimieren ist es nötig, das Boot und die vorhandenen Geräte auch während der Überfahrt regelmäßig zu warten. Doch, der Ozean ist unberechenbar und selbst die besten Seeleute sehen sich immer wieder vor Probleme gestellt. Um sich gegen mögliche lebensgefährliche Situationen zu wappnen ist Sicherheitsausrüstung an Bord extrem wichtig.



Erste-Hilfe-Set:

Das Set sollte neben der üblichen Basisausrüstung Breitband-Antibiotika, Medikamente gegen die Seekrankheit, starke Schmerztabletten, Hautpflegemittel und Brandsalbe enthalten.



Signalraketen:

Sehr wichtig ist eine reiche Auswahl an Seenotsignalen. Roter Rauch wird tagsüber verwendet um Seenot anzuzeigen, hellrote Magnesium-Signalgeber sind bei Nacht weithin sichtbar. Es gibt Fackeln die in der Hand gehalten werden, die zweite Variante wird mit einem kleinen Fallschirm in die Luft geschossen und ist noch besser sichtbar. Weißer Rauch wird als letztes "Kommunikationsmittel" verwendet um Schiffe, die sich auf Kollisionskurs befinden auf sich aufmerksam zu machen. In diesem Fall ist "mehr" auf jeden Fall besser. Absolut notwendig für eine Überfahrt sind: 4 rote Raketen, 4 rote Fackeln, 4 weiße Raketen, 6 weiße Fackeln, 2 Rauchraketen.



Feuerlöscher:

Feuer ist das schlimmste Unglück auf See. Wenn die Mannschaft gezwungen ist, das Boot zu verlassen, bevor sie das nötige Notfall-Equipment aktivieren konnte ist ein Tod auf hoher See quasi nicht zu vermeiden. Die Feuerbekämpfung startet mit der Vorsorge. Achtung beim Kochen, das elektrische System regelmäßig überprüfen. Ein Feuerlöscher muss absolut griffbereit montiert werden. Einsatzbereite Eimer helfen natürlich auch. Wenn ein Feuer ausbricht, muss eine Person sich um das Löschen kümmern, während der andere das Überlebensequipment so weit vorbereitet, dass das Boot schnell verlassen werden kann.



Notfall-Tasche:

Eine wasserdichte Tasche sollte fertig gepackt bereit stehen, um sie so, wie sie ist, in die geöffnete Rettungsinsel werfen zu können. Darin enthalten sind: Signalgeber, tragbares VHF-Radio, handbetriebene Entsalzungsanlage, Angelausrüstung, ein Messer, GPS, gefüllte Wasserflaschen, Notrationen, Signalspiegel, Trillerpfeife, Taschenlampe. Das EPIRB und das Satellitentelefon werden im wasserdichten Container ebenfalls mitgenommen.



Sicherheitsleine:

Ein Sicherheitsgurt mit Leine ist die verbindende Nabelschnur zwischen Ruderer und Boot wenn eine Welle über das Boot spült und uns von Bord zu fegen droht. Die Leine wird mit einem Schnapp-Karabiner befestigt und kann leicht am Boot selbst oder den Laufleinen eingehakt werden.



Rettungsweste:

Eine selbstaufblasende Rettungsweste sollte immer getragen werden.



Rettungsinsel:

Ohne Rettungsinsel sollte man sich nicht auf eine Atlantik-Überquerung einlassen. Sie kostet relativ viel, kann aber auch gemietet werden. Sie ist entweder an Deck oder in der Hauptkabine unterzubringen um sie im Ernstfall gleich bei der Hand zu haben.